Werkvertrag

Werkvertrag

Beim Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer zur Herstellung des vom Besteller beauftragten Werkes, der Besteller verpflichtet sich zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung an den Unternehmer. Im Gegensatz zum Kaufvertrag über eine vorhandene Sache wird das Werk beim Werkvertrag erst hergestellt. Der Unternehmer schuldet die mangelfreie Herstellung des beauftragten Werks oder die Veränderung (Reparatur) einer Sache. Anwendungsfälle sind die Errichtung eines Gebäudes, der Einbau einer Heizungsanlage, die Neueindeckung eines Hausdachs oder die Reparatur eines Fahrzeuges.

Beim Dienstvertrag (Rechtsanwaltsmandat, Arbeitsverhältnis) wird nur eine bestimmte Arbeitsleistung geschuldet, ohne dass auf den Eintritt des Erfolges ankommt.

Eine Spezialität des Werkvertragsrechts ist die Abnahme des Werks. Sie ist neben der Vergütungspflicht die Hauptpflicht des Bestellers. Mit der Abnahme nimmt der Besteller das Werk in Besitz und erkennt es als vertragsgemäß an. Die Gewährleistungsrechte des Bestellers bestehen im Recht auf Nachbesserung, Selbstvornahme mit Aufwendungsersatz, Minderung des Werklohns und Rücktritt von Werkvertrag. Vor der Beauftragung kann der Besteller einen verbindlichen Kostenvoranschlag verlangen.

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