Umtauschrecht

Der Käufer kann eine Ware nur umtauschen, wenn er mit dem Verkäufer ausdrücklich ein Umtauschrecht vereinbart hat. Ist kein Umtauschrecht vereinbart, ist der Käufer auf die Kulanz des Verkäufers angewiesen. Subjektive Fehleinschätzungen des Käufers begründen kein Umtauschrecht. Hat er den Anzug eine Nummer zu groß gekauft, bleibt der Kauf sein Risiko.

Es bleibt dem Verkäufer überlassen, dem Käufer aus Kulanz den Kaufpreis zu erstatten oder ihm einen Gutschein zu übergeben, den der Käufer bei einem nächsten Einkauf mit dem Kaufpreis verrechnen kann.

Oft wird ein Umtausch umgangssprachlich mit einer Gewährleistung gleichgesetzt. Juristisch sind dies unterschiedliche Sachrehalte und Rechtslagen:

Gewährleistungsansprüche sind nicht mit Umtauschrecht zu verwechseln

Der Käufer kann eine Ware dann bedingungslos zurückgeben, wenn die Ware mangelhaft und der Käufer nicht in der Lage ist, diese nachzubessern oder Ersatz zu liefern. Dem Käufer stehen dann Gewährleistungsansprüche zu, die aber nicht mit dem Umtauschrecht gleichzusetzen sind. Auch hat der Verkäufer dann nicht die Wahl, etwa die Ware umzutauschen, vielmehr muss er die mangelhafte Ware zurücknehmen.

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