üble Nachrede

üble Nachrede

Die üble Nachrede ist ein Straftatbestand (§ 186 StGB) und im Kontext mit den Tatbeständen der Beleidigung und der Verleumdung zu verstehen.

Die Beleidigung ist ein Werturteil gegenüber einer anderen Person und berührt deren innere Ehre, während die üble Nachrede eine Tatsachenbehauptung abwertender Art ist, die Dritten gegenüber geäußert wird und somit die äußere Ehre der betroffenen Person beeinträchtigt. Wird die üble Nachrede „wider besseres Wissen“ betrieben, spricht man von Verleumdung.

Mit einer üblen Nachrede behauptet oder verbreitet der Täter in Bezug auf eine andere Person Tatsachen, die diese verächtlich machen oder in der öffentlichen Meinung herabwürdigen. Der Unterschied zum Werturteil bei der Beleidigung besteht in der Tatsachenbehauptung, die beweisbar ist, dann ist die Nachrede eben nicht übel oder nicht beweisbar, dann ist sie übel und strafbar.

Wer eine andere Person in Bezug auf einen bestimmten Vorgang als Betrüger bezeichnet, spricht eine Tatsache im Sinne einer üblen Nachrede aus, während ohne Bezug auf einen konkreten Vorgang nur ein Werturteil und somit Beleidigung vorliegt. Die Tatsachen müssen ehrenrührig und geeignet sein, das Opfer in seiner gesellschaftlichen Stellung verächtlich zu machen.

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