Schmerzensgeld

Schmerzensgeld

Wird ein Mensch verletzt, so sollen die durch die Verletzung bedingten Schmerzen und körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen kompensiert werden. Schmerzensgeld gibt es aber auch für Beeinträchtigungen der Freiheit und der sexuellen Selbstbestimmung (§ 253 BGB, früher § 847 BGB). Schmerzensgeld ist ein immaterieller Schadensausgleich. Der Schmerzensgeldanspruch ist verschuldensabhängig.

Bei der Festsetzung eines Schmerzensgeldes kommt es darauf an, wie sich der Schmerz auf den verletzten Körperteil auswirkt und wie lange die Schmerzempfindung andauert. Auch hat der Schädiger für seelisch bedingte Folgen seiner Verletzungshandlung einzustehen. Schmerzensgeld hat somit eine Ausgleichsfunktion und darüber hinaus eine Genugtuungsfunktion.

Die Gerichte setzen Schmerzensgeld in Höhe von vergleichbaren Fällen fest. Für den Vergleich wurden Schmerzensgeldtabellen entwickelt, die aber nicht allgemeinverbindlich und einzelfallbezogen sind. Im Verkehrsunfallrecht finden sich in der einschlägigen Tabelle für den Massenfall HWS-Schleudertrauma Beträge von 200 Euro bis 2000 Euro. Teils haben Gerichte innerhalb ihrer eigenen Rechtsprechung eigene Bewertungsmaßstäbe. Größenordnungen, wie sie in den USA üblich sind, sind hierzulande abwegig.

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