Rechnung

Wer gewerblich oder freiberuflich tätig ist, rechnet gegenüber dem Empfänger der verkauften Ware oder Dienstleistung den Kaufpreis oder das Honorar ab. Er erstellt eine Rechnung. Privatpersonen bestätigen lediglich im Rahmen einer Quittung den Erhalt des Geldes.

Eine Rechnung ist gemäß § 14 IV UStG formgebunden. Auf Seiten eines gewerblich tätigen Rechnungsempfängers wird die Rechnung nur als Betriebsausgabe vom Fiskus anerkannt, wenn sie bestimmte Formalien vorweist.

Formalanforderungen an eine Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes

Eine ordnungsgemäße Rechnung enthält die Angabe der eigenen Adresse sowie die Adresse des Rechnungsempfängers. Wird als Unternehmen firmiert, muss dieses korrekt bezeichnet werden. Jede Rechnung bedarf einer fortlaufenden Rechnungsnummer, die einem Buchprüfer ermöglicht, die Vollständigkeit der Buchhaltung zu prüfen. Die Rechnung muss ein Datum enthalten sowie die Beschreibung der erbrachten Dienstleistungen oder gelieferten Waren. Es ist die Leistungszeit anzugeben. Besitzt der Aussteller eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, muss er diese bezeichnen, andernfalls die Einkommensteuernummer angeben. Bei mehreren Leistungen sind die Einzelpreise sowie am Ende der Gesamtpreis zu bezeichnen. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, muss die Umsatzsteuer ausweisen. Kleinunternehmer weisen auf ihre Umsatzsteuerbefreiung hin. Rechnungen sind zu unterschreiben.

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