Pachtvertrag

Pachtvertrag

Beim Pachtvertrag verpflichtet sich der Verpächter, dem Pächter das gepachtete Pachtobjekt und darüber hinaus die Erträge des Pachtobjekts zu gewähren. Mit der Möglichkeit der Nutzung der Erträge unterscheidet sich der Pachtvertrag vom Mietvertrag. Der Pächter verpflichtet sich, dem Verpächter den vereinbarten Pachtzins zu bezahlen.

Beispiele: eingerichteter Reiterhof, eingerichtetes Einzelhandelsgeschäft, möbliertes Hotel. Erträge des Pachtobjekts können Obst, die Ausbeute von Kies oder Kohle oder die Einnahmen aus dem Verkauf der Früchte eines Obstgrundstücks sein.

Die Rechtsbeziehungen zwischen Verpächter und Pächter richten sich über die §§ 581-584b BGB hinaus nach den Vorschriften aus dem Mietrecht. Wird ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück samt Gebäuden verpachtet, gelten besondere Vorschriften nach §§ 585 ff BGB.

Der Pächter ist verpflichtet, das Pachtobjekt sorgsam zu behandeln, für die Erhaltung der Pachtbestandteile zu sorgen und die Früchte nur nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft zu nutzen. Ist die Pachtzeit nicht bestimmt, können die Parteien nur bis zum dritten Werktag des Halbjahres zum Schluss des Pachtjahres kündigen.

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