Mord

Morde prägen die Fernsehprogramme. Nicht jeder Todesfall ist ein Mord. Mord ist die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die durch bestimmte Motive, eine bestimmte Ausführungsweise oder einen bestimmten Zweck gekennzeichnet ist. Mord zieht eine lebenslange Freiheitsstrafe nach sich.

Danach ist Mörder im Sinne des § 211 StGB derjenige, der aus niedrigen Beweggründen, insbesondere aus „Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier, heimtückisch oder grausam, mit gemeingefährlichen Mitteln oder zur Verdeckung oder Ermöglichung einer anderen Straftat“ tötet. Ein niedriger Beweggrund ist durch hemmungslose, triebhafte Eigensucht bestimmt, deshalb besonders verwerflich und nach allgemeiner sittlicher Wertung auf tiefster Stufe stehend.

In Abgrenzung zum Mord begeht der Täter einen Totschlag (§ 212) oder einen minder schweren Fall des Totschlags, wenn er einen Menschen tötet, ohne dass er ein Mordmerkmal erfüllt hat. Totschlag ist meist eine Affekthandlung, die aus einer emotionalen Haltung oder einer Provokation des Opfers gegenüber dem Täter oder einem Angehörigen entsteht. Zusätzlich gibt es die Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227), die fahrlässige Tötung (§ 222) sowie die Tötung auf Verlangen (§ 216).

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