Minderung

Minderung

Ein häufiger Störungsfall bei Kauf, Miete, Werkvertrag oder Reisevertrag ist die Fehlerhaftigkeit der Sache oder der Leistung. Der Käufer einer Sache oder der Besteller eines Werkes kann den Vertragspartner zunächst zur Nachbesserung auffordern, Mieter und Reisende verlangen Abhilfe. Kann der Fehler nicht beseitigt werden, kann der Anspruchsberechtigte den von ihm gezahlten oder zu zahlenden Preis mindern.

Die Minderung bemisst sich nach dem Wert der fehlerhaften Ware oder Leistung. Auf ein Verschulden an der Verursachung des Fehlers seitens des Leistungsverpflichteten kommt es nicht an. In der Praxis wird die Minderungsquote durch einen geschätzten Abschlag vom Gesamtpreis ermittelt. Dabei sind Art, Umfang und Schwere des Fehlers zu berücksichtigen. Im Reiserecht behilft man sich mit der Frankfurter Tabelle, die eine ganze Reihe von Minderungsfällen auflistet, allerdings nicht allgemeinverbindlich und sehr einzelfallbezogen ist. Kommt keine Einigung zu Stande, muss ggf. in Verbindung mit einem Rechtsstreit, ein Sachverständiger die Minderungsquote errechnen.

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