Liquidation

Kapitalgesellschaften werden liquidiert. Liquidation bedeutet Auflösung. Sie ist das Gegenstück zur Gründung. Dabei handelt es sich um einen Vorgang in mehreren Schritten. Erst am Ende dieses Auflösungsvorgangs steht das Erlöschen der Gesellschaft.

Liquidation ist der Vorgang, der bei gleichzeitiger Wahrung der Identität der Gesellschaft den Gesellschaftszweck dahingehend verändert, dass aus einer werbenden Gesellschaft eine Gesellschaft in Liquidation wird, deren Zweck nunmehr auf Abwicklung und Verwertung des Gesellschaftsvermögens gerichtet ist. Eine in die Insolvenz gemeldete Gesellschaft wird dagegen nach den Vorgaben der Insolvenzordnung abgewickelt, aber nicht mehr liquidiert, sondern letztlich nur noch aufgelöst.

Der Begriff der Löschung einer Gesellschaft bezeichnet den registergerichtlichen Vorgang, an dessen Ende der Registerrichter im Handelsregister vermerkt, dass die Gesellschaft erloschen ist.

Zuständig für die Liquidation bleiben die GmbH-Geschäftsführer. Sie nennt sich fortan Liquidatoren. Ihre Aufgabe ist es, die laufenden Geschäfte zu beenden und das Vermögen der Gesellschaft in Geld umzusetzen und auf die Gesellschafter aufzuteilen. Die Liquidation ist beim Handelsregister anzumelden und zu veröffentlichen. Auf den Tag der Auflösung der Gesellschaft ist eine Liquidations-Eröffnungsbilanz erstellen, nach der Beendigung der Liquidation erfolgt eine Liquidations-Schlussbilanz.

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