Konkurs

Den Begriff „Konkurs“ gibt es juristisch im Insolvenzrecht nicht mehr. Man spricht nunmehr von der Insolvenz. Die Insolvenzordnung trat am 1. Januar 1990 an die Stelle der Konkursordnung von 1877 und beseitigte das Nebeneinander von Konkurs- und Vergleichsordnung.

Zweck der Insolvenzrechtsreform war, dass das geltende Konkurs- und Vergleichsrecht wegen der meist fehlenden Masse nicht in der Lage war, die ihm gestellte Aufgabe zu erfüllen. Fast drei Viertel der beantragten Konkursverfahren wurden mangels Masse noch nicht einmal eröffnet, 10 % wurden nach einer ersten Überprüfung gleich wieder eingestellt. Soweit es überhaupt zur Verteilung gekommen war, betrug die Konkursquote allenfalls 3-5 %. Diesem Missstand will die Insolvenzordnung abhelfen, indem sie Maßnahmen gegen die Massearmut vorsieht und die Verfahren frühzeitiger, leichter und häufiger eröffnet werden als bisher.

Die neue Insolvenzordnung ermöglicht neben dem Regelinsolvenzverfahren nunmehr auch das Verbraucherinsolvenzverfahren.

Lesen Sie auch: