Insolvenz

Insolvenz

Früher hieß die Insolvenz noch Konkurs.

Insolvenzverfahren

Für Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) besteht eine Insolvenzantragspflicht, deren Unterlassen für den Geschäftsführer strafbar ist. Das in der Insolvenzordnung geregelte Verfahren (Regelinsolvenz) bezweckt, die Vermögensmasse so weit als möglich zu sichern und das Unternehmen möglichst zu erhalten. Voraussetzung zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens ist die Feststellung der Zahlungsunfähigkeit oder die Überschuldung des Unternehmens.

Ein Geschäftsführer kann bereits bei drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag stellen. Das Insolvenzgericht eröffnet das Verfahren nur, wenn sich eine Fortführungsprognose als negativ erweist. Nach der Insolvenzrechtsreform ist auch die Gesellschaft bürgerlichen Rechts insolvenzfähig.

Privatinsolvenz

Verbraucher und Selbstständige sowie Freiberufler, die maximal 19 Gläubiger zu befriedigen haben, können ein vereinfachtes Verbraucherinsolvenzverfahren beantragen (Privatinsolvenz). Voraussetzung ist ein erfolgloser außergerichtlicher Einigungsversuch mit den Gläubigern auf der Grundlage eines Schuldenbereinigungsplans. Während einer Wohlverhaltensphase von sechs Jahren tritt der Schuldner den pfändbaren Teil seines Einkommens an einen vom Gericht bestellten Treuhänder ab, der damit die Gläubiger bedient. Danach kann der Schuldner die Restschuldbefreiung beantragen und ist schuldenfrei.

Lesen Sie auch: