Indossament

Mit dem Indossament wird ein Wechsel übertragen. Der Wechsel ist ein Orderpapier. Bei den Ordnerpapieren verspricht der Schuldner die Leistung nicht an den jeweiligen Inhaber des Papiers zu erbringen, sondern an eine in dem Papier namentlich benannte Person oder an deren Order.

Der Berechtigte, der zunächst benannt ist, kann in der Urkunde selbst wiederum eine andere Person als den Berechtigten einsetzen, also Order geben, an einen anderen Berechtigten bei Vorlage des Wechsels Zahlung zu leisten. Dieses Ordergeben geschieht durch das gewöhnlich auf die Rückseite gesetzte Indossament.

Das Indossament überträgt zusammen mit der physischen Übereignung des Papiers die Rechte aus dem Wechsel. Der Erwerber kann dann seinerseits weiter interessieren. Somit begründet das Indossament im Wechselrecht den Satz: „das Recht aus dem Papier folgt dem Recht am Papier“. Damit ist der Wechsel verkehrsfähig.

Ein Vollindossament (Namensindossament) gibt den Namen desjenigen an, an den indossiert wird (Indossatar) (zB: „für mich an die Order des Herrn Müller, Unterschrift). Das Blankoindossament ist die bloße Unterschrift des Indossanten (derjenige, der weiterindossiert) auf der Rückseite des Wechsels.

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