Diebstahl

Diebstahl (§ 242 BGB) liegt vor, wenn der Täter eine fremde bewegliche Sache wegnimmt. Er muss mit Zueignungsabsicht handeln. Auf den Wert kommt es nicht an.

Fremd ist die Sache, wenn der Täter nicht Alleineigentümer ist. Ist er Miteigentümer, begeht er Diebstahl, wenn er sich die Sache ausschließlich zueignet und den anderen von der Verfügungsbefugnis ausschließt. Herrenlose Sachen können nicht gestohlen werden. Mit der Wegnahme bricht der Dieb fremden und begründet neuen, nicht notwendigerweise eigenen Gewahrsam. Hat der Täter die Sache bereits in Besitz, begeht er Unterschlagung (§ 246 StGB). Die Tat wird mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft. Bereits der Versuch ist strafbar.

Der Grundtatbestand des Diebstahls wird aufgewertet und zusätzlich bestraft, wenn der Täter in ein Gebäude einbricht, gewerbsmäßig als Mitglied einer Bande stiehlt oder Waffen mitführt. Der Diebstahl elektrischer Energie gilt als Sondertatbestand, ebenso der unbefugte Gebrauch eines Fahrzeuges. Haus- und Familiendiebstahl sowie der Diebstahl geringwertiger Sachen sind Antragsdelikte.

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