Bürgschaft

Wer eine Bürgschaft erklärt, verpflichtet sich gegenüber dem Gläubiger eines Schuldners, für die Schuld des Schuldners einzustehen. Kann der Schuldner die Forderung des Gläubigers bei Fälligkeit nicht bezahlen, kann der Gläubiger den Bürgen auf Zahlung in Anspruch nehmen.

Die Bürgschaft muss schriftlich erklärt werden. Andernfalls ist sie nichtig. Die Erteilung in elektronischer Form (e-mail) genügt nicht. Soweit der Schuldner gegen die Forderung Einwendungen vortragen kann (Forderung ist nicht fällig oder verjährt), kann sich auch der Bürger darauf berufen.

Der Bürge kann die Zahlung verweigern und den Gläubiger vorrangig auf die Inanspruchnahme des Schuldners einschließlich der Zwangsvollstreckung verweisen, sofern er im Bürgschaftsvertrag nicht auf diese Einrede der Vorausklage verzichtet hat. Hat der Bürger auf die Einrede der Vorrausklage verzichtet, spricht man von einer selbstschuldnerischen Bürgschaft. Sie ermöglicht es dem Gläubiger, den Bürgen direkt in Anspruch zu nehmen.

Soweit der Bürge den Gläubiger befriedigt, geht der Anspruch des Gläubigers auf den Bürgen über. Er kann dann den Schuldner in Regress nehmen. Die Bürgschaft kann betragsmäßig begrenzt oder auf eine bestimmte Zeitdauer eingegangen werden.

Lesen Sie auch: