Bruchteilsgemeinschaft

Bruchteilsgemeinschaft

Personen, denen ein Recht gemeinschaftlich zusteht, bilden eine Bruchteilsgemeinschaft (§§ 731 ff BGB).

Der wesentliche Unterschied zur Gesellschaft des bürgerlichen Rechts besteht darin, dass die Partner einer Bruchteilsgemeinschaft sich nicht zu einem gemeinsamen Zweck verbinden und über ihren Anteil frei verfügen können. Die Gesellschafter einer GdbR können über ihren Anteil nicht oder nur mit Zustimmung aller Gesellschafter verfügen.

Gesellschafts- und Gemeinschaftsrecht können sich auch überschneiden. Eheleute, die Miteigentümer eines Grundstücks sind, bringen das Grundstück in eine Gesellschaft ein, indem sie es ihr zur Nutzung überlassen. Hinsichtlich des Grundstücks verbleibt es bei einer Bruchteilsgemeinschaft, im übrigen entsteht eine GdbR.

Auch im Erbrecht ist eine Bruchteilsgemeinschaft häufig: Eine Erbengemeinschaft ist eine Bruchteilsgemeinschaft und wird zugleich zur GdbR, wenn sie den Nachlass gemeinschaftlich verwaltet.

Die Teilhaber verwalten das gemeinschaftliche Vermögen gemeinsam, können die Verwaltung oder Nutzung aber auch mehrheitlich abweichend regeln. Jedem Teilhaber steht ein seinem Anteil entsprechender Bruchteil der Erträge zu. Die Aufhebung der Gemeinschaft kann jederzeit verlangt werden, sofern die Bruchteilsgemeinschaft nicht für eine bestimmte Zeit besteht.

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