Betreuung

Menschen, die ihre persönlichen Angelegenheiten nicht mehr regeln können oder geschäftsunfähig werden, wurden früher entmündigt und unter Vormundschaft gestellt. Heute werden diese Menschen betreut. Es wird niemand mehr entmündigt. Voraussetzung für die Anordnung einer Betreuung ist, dass eine Person infolge ihres physischen oder psychischen Zustands außerstande ist, ihre eigenen Angelegenheiten zu erledigen.

Die Betreuung kann die betroffene Person selbst beim Vormundschaftsgericht beantragen. Ansonsten wird das Gericht von Amts wegen tätig, wenn es Hinweise erhält, dass eine Person der Betreuung bedarf. Soweit diese Person bereits vorsorglich im Wege einer Betreuungsvollmacht eine Person ihres Vertrauens zum Betreuer bestellt hat, wird diese Person regelmäßig als Betreuer bestellt, ansonsten bestellt das Gericht einen Berufsbetreuer.

Der Aufgabenbereich des Betreuers reicht nur so weit, als dies erforderlich ist. So kann die Betreuung auf vermögensrechtliche Angelegenheiten oder auf die Gesundheitsfürsorge beschränkt werden, soweit die Person ansonsten noch in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen.

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