Baugenehmigung

Die Landesbauordnungen regeln die Erforderlichkeit einer Baugenehmigung unterschiedlich. Meist gilt eine Genehmigungsfreistellung für Wohngebäude geringer Höhe, sofern das Bauvorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes errichtet wird. Auch in diesem Fall muss eine Anzeige oder Kenntnisgabe bei der Bauaufsichtsbehörde erfolgen. Zugleich sind eine Reihe von Unterlagen einzureichen, die im Detail in den LBO oder den Bauvorlageverordnungen benannt sind.

Teils kann für Wohngebäude geringer Höhe mit nicht mehr als zwei Wohnungen ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren durchgeführt werden. Dann prüft die Aufsichtsbehörde nur noch die Einhaltung baurechtlicher Vorschriften. Innerhalb bebauter Ortsteile sind Bauvorhaben meist zulässig, wenn sie sich gemäß § 34 BauGB „nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Eigenart der Umgebung einfügen“. Bebaubar sind nur Grundstücke mit Baurecht und Erschließung.

Der Baugenehmigungsantrag ist mit allen gemäß den Bauvorlageverordnungen für die Prüfung erforderlichen Bauvorlagen schriftlich bei der Gemeinde einzureichen, insbesondere: Katasterplan, Lageplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung, Statik, Grundstückentwässerungsnachweis, Berechnung des umbauten Raums und der Wohn- und Nutzfläche. Bei Neubauten und bestimmten Sanierungsmaßnahmen ist die Energieeinsparverordnung zu beachten.

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