Anwaltsgebühren

Anwaltsgebühren

Anwälte rechnen ihre Mandate nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) ab. Maßgebend ist der Streitwert oder der Gegenstandswert einer Beratung. Danach berechnet sich bei einer außergerichtlichen Vertretung eine Geschäftsgebühr, die sich im Rahmen von 0,5 – 2,5, in der Regel bei 1,3 des Gebührenansatzes bewegt. Bei Schreiben einfacher Art beträgt die Gebühr nur 0,3. Das RVG enthält 230 Gebührentatbestände. Wird der Anwalt gerichtlich tätig, fallen eine Verfahrensgebühr und eine Terminsgebühr an.

Eine Honorarvereinbarung, in der eine höhere als die gesetzliche Vergütung gefordert wird (z.B. Stundensätze oder Fallpauschalen), muss schriftlich abgeschlossen werden. Die Vereinbarung eines Erfolgshonorars ist verboten, soweit nicht nur die Erhöhung einer gesetzlichen Gebühr vereinbart wird.

Einkommensschwache Mandanten können staatliche Beratungshilfe in Anspruch nehmen, bei der der Anwalt lediglich eine Beratungshilfegebühr von zehn Euro berechnet. Bei Gerichtsverfahren kommt Prozesskostenhilfe in Betracht.

Eine erste, grundsätzliche Beratung ist bei vielen Anwälten kostenlos. Die Beratung in speziellen Rechtsfragen durch einen Fachanwalt kann zwar durchaus zwischen 200 Euro und 300 Euro, in Einzelfällen auch über 300 Euro netto pro Stunde kosten, der Nutzen bei höherwertigen Gegenstandsfragen, z.B. im Arbeitsrecht bei der Verhandlung von Abfindungen oder im Bau- und Architektenrecht, rechtfertig allerdings oft diesen Aufwand.

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