Amber Gold –

Amber Gold –

Amber Gold ist insolvent und damit die Hoffnung von geschätzten 3.000 Kleinanlegern, meist aus Polen. Der Hintergrund: Marcin Plichta, von „Capital“ als polnischer „Bernie Madoff“ betitelt, hat diese Firma gegründet und so mit einem Schneeballsystem vermutete 200 Mio Sloty, rund 48 Mio Euro, von Anlegern eingenommen.

In diesem Fall besonders geschickt eingefädelt: Prominente wie Lech Walesa und Ministerpräsident Donald Tusk wurden geschickt mit der Firma in Verbindung gebracht, um dem Kleinanleger vermeintliche Sicherheit und Werthaltigkeit zu suggerieren.

Übrig geblieben sind von vielen vollmundigen Versprechungen nur ein paar Kilogramm Edelmetall, die sichergestellt worden sind:

  • 57 Kilogramm Gold (aktueller Kilo-Preis 43 Tsd. Euro)
  • 1 Kilogramm Platin (aktueller Kilo-Preis 30 Tsd. Euro)
  • 1 Kilogramm Silber (aktueller Kilo-Preis 800 Euro)

Von den weiteren in der Bilanz angegebenen Vermögenswerten – keine Spur. Insgesamt also unter 2,5 Millionen Euro an Sachwerten, die vermutlich an ein paar vorrangige Gläubiger gehen werden, den Insolvenzverwalter oder den Staat mit seinen Forderungen. Anleger dürfen sich besser keine Hoffnungen auf eine Quote im Insolvenzverfahren machen. Sollten nicht Sachwerte bei den Drahtziehern um Martin Plichta sichergestellt werden, lohnt sich auch für deutsche Kleinanleger der Klageweg also kaum.

Wir wissen nicht, wie genau die Story rund um Amber Gold aufgebaut und vermarktet worden ist, aber es dürften wesentliche Elemente des Scalping wie hier beschrieben dabei gewesen sein.

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